Wir besuchen Wölfe und landen danach im Mittelalter

 

Donnerstag, 30.08.2018

Wenn man campt und kein eigenes WC dabei hat, ist morgens die erste Beschäftigung natürlich der Weg zum Bad. Leider gibt es an diesem Morgen auf unserem Platz ein Problem und die Waschräume und WCs bleiben geschlossen. Martin wird erklärt, dass die Anlagen in ca. einer Stunde wieder funktionieren. Allerdings, kann es sein dass hier auch Informationen falsch verstanden wurden, da die Person leider nur polnisch kann. So ein Vorfall ist natürlich weniger erfreulich. Nach einer halben Stunde versucht Katharina ihr Glück und erfährt, dass die Toilette im Restaurant funktioniert. Erleichtert können wir beide frühstücken und packen anschließend unsere Sachen und machen uns auf den Weg. Zuerst geht es zur Wolfsschanze, einer Bunkernanlage für die Führungspersonen der deutschen Wehrmacht. Die Anlage ist riesig und größtenteils zerstört. Die bis zu 8 Meter dicken Betonwände sind beeindrucken.

Wolfsschanze_1
Katharina schaut sich das ehemalige Kino an, von dem noch relativ viel übrig ist.

Etwas geschmacklos finden wir aber das Angebot, mit militärischen Fahrzeugen auf dem Gelände zu fahren…

Wolfsschanze_Katze
Wölfe sehen wir keine auf der Wolfsschanze, allerdings eine mausfressende Katze

Anschließend fahren wir durch Mikolajki, der „Hauptstadt“ der Masuren. Der Ort ist voll mit den üblichen Ständen für Touristen und wir fliehen bzw. fahren schnell weiter. Die nächste Attraktion ist der Wildpark Kadzidłowo (Park Dzikich Zwierzat Kadzidłowo). Hier gibt es eine Führung von ca. einer Stunde. Das tolle an dem Park ist, dass die Führung teilweise durch Wildgehege geht und man einige Tiere sogar streicheln kann. Wir sehen Rehe, Füchse, Enten, Chihuaha, Elche, Wölfe, Uhus, Waschbären, Mundjaks, …

Wildpark4
Im Wildpark ist man mitten in den Gehegen der Tiere und kann wie man auf dem Foto sieht Esel streicheln

Wir sind total begeistert von der Tour! Die Führung ist zwar auf polnisch, aber die Erklärungen sind sehr kurz gehalten und die Tiernamen werden uns auf englisch mitgeteilt.  Mit diesen tollem Erlebnis geht es anschließend zum nächstgelegenen Zeltplatz namens Galindia.

Galindia_Rezeption
Rezeption für den Campingplatz in Galindia

Der Zeltplatz ist zeitgleich eine Skulpturenpark mit skurrilen Schnitzereien und die Mitarbeiter laufen in mittelalterlichen Kleidern herum. Wir sind die einzigen Leute auf dem Zeltplatz und haben daher freie Platzwahl. Der Campingplatz ist direkt am See gelegen und wir gehen anschließend an die Strandbar und genießen dort Speis und Trank und die tolle Aussicht.

Galindia_Campingplatz
Unser Stellplatz auf Galindia

Abends kühlt es etwas ab und wir sind froh eine Standheizung zu haben. Es ist auf dem Platz so dunkel, dass man eine wunderschöne Sternensicht hat und eine Taschenlampe braucht um zu den sanitären Anlagen zu finden. Zudem fühlt man sich auf dem Weg zum Waschhaus verfolgt, da auf dem Rasen duzende von Kröten neben, vor und hinter einem hüpfen.

Freitag, 31.08.2018

Am nächsten morgen ist der Himmel leider etwas grau und alles etwas naß. Allerdings haben wir wunderbar geschlafen. Natürlich geht auch hier Martin wieder schwimmen. Der See ist aber sehr flach und man muss relativ weit laufen, damit schwimmen halbwegs möglich ist. Bevor wir losfahren schauen wir uns nochmal alle Holzskulpturen an. Danach fahren wir weiter und schauen uns die Altstadt von Olsztyn an.

Olestyn_Kirche
Kirche in Olsztyn

Diese ist sehr schön gestaltet und wir hören einem richtig guten Gitarristen zu der auf der Straße musiziert. Danach laufen noch zur Burg und schauen uns diese von außen an. Anschließend gönnen wir uns ein Eis bei einer der unzähligen Eisdielen. Uns gefällt das Konzept, dass wir sowohl in Polen als auch im Baltikum vorgefunden haben: Städte haben oft eine Altstadt, die meist neu aufgebaut wurde (da im Krieg zerstört), und eine Neustadt. Meist findet man in der Altstadt Restaurants und Bars, während in der Neustadt Einkaufszentren zu sehen sind.

Olsztyn_Kopernikus
Auch Nicolaus Copernicus war in Olsztyn gewesen, weswegen man mehrer Statuen hier findet.

Danach fahren wir zum  Campingplatz Dywity. Auf diesem wird man gleich auf deutsch begrüßt und wir finden außer einem Holländer nur deutsche Gäste.

Dwity_camping
Unser Stellplatz auf dem Dywity Campingplatz

Der Platz ist an einer Flussschlinge gelegen und gefällt uns sehr gut. Dort angekommen wird erst einmal gekocht. Wir haben beim Metzger zwei paar „kleine“ Putenbrüste gekauft und auch C*** bekommt davon zu essen in Form von Brei mit Kartoffel und Aubergine (den wir auch als Beilage essen). Anschließend gehen wir ins Bett.

Dwity_Aussicht
Aussicht vom Zeltplatz auf den Fluß

 

Impressionen vom Wildpark Kadzidłowo

Wildpark1
Es gibt nicht nur Wildtiere sondern auch Chihuaha die z.B. als Partner für Tierwaise eingesetzt werden.
Wildpark2
Auch Füchse kann man aus nächster Nähe beobachten. Der Fuchs fühlte sich zum Zeitpunkt der Aufnahme „etwas“ gestört
Wildpark3
Rini und die Esel
Wildpark_Martin
Martin und C*** getrauen sich zu den Hunden
Wildpark_Adler
Steinadler, der leider ein relativ kleines Gehege hat

 

 

Impressionen von Galindia

Galindia_Kröte
Eine von vielen Kröten, denen wir abends und auch morgens auf Galindia begegnet sind
Galindia_Skulpturen
Skulpturen auf Galindia
Galindia_skulpturen2
Skulpturen auf Galindia, die am Ufer stehen und Besuchern vielleicht nicht ganz freundlich gesinnt sind
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Ein Kommentar zu „Wir besuchen Wölfe und landen danach im Mittelalter

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