National- und Regionalparks

Montag, 20.08.2018

Wir stehen auf und Martin geht natürlich nochmal auf dem Zeltplatz schwimmen, bevor wir weiter in Richtung Visaginas fahren. Die Stadt besteht größtenteils nur aus Wohnblocks und man könnte denken, man wäre in der Sowjetunion. Hier füllen wir auch unsere Vorräte auf und Martin gönnt sich ein Glas Kvas an einem Stand direkt neben dem Supermarkt. Zuhause würden wir nicht auf die Idee kommen nach Biblis zu fahren um das Atomkraftwerk anzusehen. Hier allerdings machen wir einen kurzen Abstecher nach Ignalina wo das Atomkraftwerk steht, welches allerdings nicht lange in Betrieb war, da die gleiche Technologie wie in Tschernobyl verwendet wurde.

Ignalina
Atomkraftwerk in Ignalina

Danach fahren wir durch den Aukštaitijos Nationalpark zur Touristeninformation in Palūšė. Dort gibt es eine Kapelle und einen Glockenturm zu besichtigen, der komplett aus Holz ist und ohne Nägel und nur mit Hilfe einer Axt gebaut wurde.

Paluse_Glockenturm
Glockenturm in Palūšė der nur mit Hilfe einer Axt und Holz gebaut wurde

Danach versuchen wir einen Skulpturenpark zu finden. Allerdings ist dieser nicht einfach zu finden und auch nicht ausgeschildert. Die Karte von der Touristeninformation ist leider sehr ungenau und erst als wir wieder zurück fahren finden wir den Weg durch Recherchen im Internet. Anschließend fahren wir zum Mindūnai Campingplatz. Der Platz ist über 3km Schotterweg zu erreichen und liegt direkt an einem See. Da wir Wäsche waschen müssen und der Platz eine funktionierende Waschmaschine hat, entscheiden wir uns 2 Tage zu bleiben. Neben dem Platz gibt es einen Aussichtsturm, den wir auch gleich besteigen.

Moletai_turm
Aussichtsturm neben dem Zeltplatz. Abends feiern hier auch gerne Jugendliche und schwimmen im See.

Nachdem die Wäsche aufgehängt ist, wird noch gekocht. Anschließend ist der Tag auch wieder vorbei und wir gehen schlafen.

Moletai_Camping1
Sicht vom Aussichtsturm auf den Campingplatz und die Umgebung.

Abends fängt es leider etwas zu regnen an und wir haben Angst, dass unsere komplette Wäsche wieder naß ist. Zum Glück hängt die Wäsche etwas unter Bäumen und sie hat nur ein bißchen Regen abbekommen.

 

Dienstag, 21.08.2018

Den nächsten Tag beginnen wir sehr gemütlich: C*** lässt uns bis 9:30 (Rekord!!!) schlafen (natürlich mit den üblichen Unterbrechungen) und nachdem wir geduscht haben gibt es um 11:00 leckeres Frühstück mit Spiegelei. Anschließend darf C*** etwas krabbeln und schafft es zum ersten mal sich auf unserem Wasserkanister auf ihre Beine zu stemmen. Danach probiert sie es immer wieder und Martin muss aufpassen, dass sie nicht umfällt. Zwischendurch geht es natürlich an den See und Martin darf etwas schwimmen.

schwimmen
Martin genießt das kühle Nass

Um 16:00 sieht es nach Regen aus und wir flüchten zur Campingplatzküche und setzen uns an einen überdachten Bereich und spielen eine Runde Karten. Zum Glück regnet es nicht wirklich und wir retten nach dem Spiel unsere trockenen Kleider von der Wäscheleine bevor es wirklich anfängt zu regnen. Um die Kleider aufzuräumen wird mal wieder der ganze Bus aus- und eingeräumt. Diese Aktion bekommen wir inzwischen ziemlich schnell erledigt. Danach wird gekocht und zu Bett gegangen.

Mitwoch, 22.08.2018

Den nächsten Tag starten wir gemütlich. Da wir beschlossen haben die Nacht auf einem Campingplatz zu verbringen der keine 20km entfernt ist, muss auch keine große Strecke gefahren werden. Ein bisschen Programm muss aber sein und es geht zum Ethnokosmologischen Museum (das erste weltweit).

Das Ethnokosmologische Museum in Molokai hat zwei Teleskope um Sterne zu beobachten. Leider besuchen wir den Ort tagsüber, aber die Führung ist sehr informativ. Nächstes Mal kommen wir abends!

Das Museum soll zeigen, welche Rolle die Sterne früher hatten bis zu dem Thema, welche Forschungsfragen heutzutage in der Astronomie existieren. Ziel des Museums ist es Menschen und Jugendliche für das Thema zu begeistern. Leider ist das Museum noch nicht komplett fertig gestellt und es gibt erst 2 von 7 Ausstellungsräume. Dennoch gibt es Führungen und wir bekommen spontan eine Sonderführung auf englisch. Die Führung dauert 20 Minuten und ist sehr interessant, da uns auch noch ein paar Geschichten über die Gegend in der das Museum steht erzählt werden. Eigentlich wollten wir danach noch zu einem Honigmuseum fahren. Allerdings ist dieses 50 Minuten in die falsche Richtung gelegen. Daher entscheiden wir uns um und wollen direkt zum Campingplatz fahren. Durch Zufall entdecken wir ein Schild auf dem steht, dass hier Honig verkauft.

Honig
Bienenstöcke, von denen wir Honig bekommen.

Also fahren wir auf das Privatgrundstück und werden von einem Mädchen und wahrscheinlich deren Oma empfangen. Beide können zwar kein englisch, aber die Verständigung mit Händen und Füßen klappt und verlassen den Hof mit 2 Eimerchen Honig. Einfacher geht es natürlich wenn man weiß dass Honig auf litauisch Medus heißt. Das Mädchen scheint sehr stolz zu sein und wir scheinen die ersten zu sein, denen Sie den Honig verkauft. Sie scheint die Bienen zu versorgen und auf dem Etikett ist auch ihr Gesicht abgebildet. Anschließend geht es zum Zeltplatz Obuoliu sala. Dieser ist auf einer Insel gelegen, die voll von Apfelbäumen ist. Die Brücke zum Platz findet Katharina nicht sehr vertrauenswürdig, aber zum Glück fährt Martin den Bus. Wohlbehalten erreichen wir die Inseln und finden einen wunderschönen schattigen Platz im „Apfelparadies“.

Obuoliu_Camping
Unser Stellplatz am Obuoliu Sala Campingplatz. Unser Stellplatz ist idyllisch zwischen Apfelbäumen und keine 200 Meter vom See entfernt.

Neben jedem Stellplatz gibt es Bäume sodass fast jeder Stellplatz etwas Schatten genießt. Der Platz an sich ist wunderschön, zumal er fast die komplette Insel einnimmt. Leider sind sanitären Einrichtungen etwas in die Jahre gekommen. Anschließend testen wir das Restaurant mit Vorspeise (es gibt wieder Knoblauchbrot, unsere neue Lieblingsvorspeise) und Hauptspeise. Das Essen ist einfach aber gut und sattgegessen gehen wir noch an den See. Dort gibt es eine „Doppelrutsche“ und es findet ein Rutschduell zwischen Katharina und Martin & C*** statt. Da das zweite Team „angeblich“ etwas zu früh startet gewinnt es. Anschließend genießen wir den Abend an unserem Stellplatz.

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2 Kommentare zu „National- und Regionalparks

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