Von Sonnentau und Wasserfällen

Freitag, 10.08.2018

Leider ist es Zeit den tollen Zeltplatz am Strand zu verlassen. Länger zu bleiben ist keine Option, da der Platz für eine Hochzeitsfeier vermietet ist. Wir entscheiden uns, Teile unsere Weges zurückzufahren und zum Kemeru Nationalpark zu fahren. Dort wollen wir den Moorwanderweg erkunden. Nach mehreren falschen Versuchen kommen wir über einen 3km langen Schotterpistenweg auf einen Parkplatz, an dem direkt verlangt wird 2€ zu bezahlen. Dies ist etwas ungewohnt, da man in den wenigsten Städten/Orten im Baltikum Geld für einen Parkplatz bezahlt und dann meist weniger (z.B. in Turaida sind es 1,50€/Tag). Allerdings ist der Moorwanderweg wunderschön und mindestens 2€ wert wenn nicht sogar mehr.

Moorwanderweg
Moorwanderweg von der Aussichtsplattform aus

Wir finden den Weg sogar schöner als den in Estland. Man sieht so viele Moorteiche, dass man am Ende schon fast übersättigt ist. Hier sollte man definitiv die 3.5km Route nehmen und nicht die kurze Route da diese das Moor nur am Rande streift (die andere Route streift auch nur das Moor aber man sieht deutlich mehr und auf der Hälfte des Weges gibt es einen Aussichtsturm). Hier sehen wir auch zum ersten mal fleischfressende Pflanzen, nämlich den Sonnentau. Martin sieht diesen per Zufall: da er enttäuscht ist keine fleischfressenden Pflanzen gesehen zu haben bückt er sich und beobachtet alle Pflanzen um anschließend festzustellen, dass fast jede 3. Pflanze, bzw. fast jede rote Pflanze ein Sonnnentau ist.

Sonnentau
Endlich haben wir eine fleischfressende Pflanze entdeckt: den Sonnentau der mit seinen klebrigen Fäden Insekten festhält

Auch C*** scheint ihren Spaß zu haben, schläft allerdings gegen Ende erschöpft ein. Der Weg ist toll, ist allerdings nicht kinderwagentauglich. Zum Glück haben wir die Kleine in der Trage gehabt. Weiter geht es zum Cinneville in der Nähe von Slampe.

Cinneville
Ein Fort, dass für einen Westernfilm benutzt wurde im Cinneville

Dies ist ein Ort an dem Gebäude für Filme gebaut werden und dient zugleich als eine Art „Touristenattraktion“. Die 6€ pro Person sind etwas überteuert, allerdings ist es sehr interessant diese Gebäude zu sehen bei denen vordergründig auf Perfektion geachtet wurde aber im Inneren meist keine Einrichtung vorhanden ist.

Cinneville_Metro
Auch eine Metro gibt es, die Martin versucht zu besuchen

Leider wurden die Gebäude für lettische Filme benutzt, die wir nicht kennen. Weiter geht es zum Usma SPA Campingplatz in Usma. Wir haben einen tollen Platz an drei Seen, wovon einer zum Schwimmen und 2 zum Angeln gedacht sind.

Usma_California
Unser Bus am SPA Camping in Usma

Dort  gibt es auch ein SPA Hotel (daher auch der Name). Zur Feier des Tages gehen wir hier im Restaurant essen, was eine gute Entscheidung ist, da es direkt nachdem wir dort im trockenen unter einem Sonnenschirm sitzen anfängt heftig zu regnen. Das Essen ist sehr lecker und sehr preiswert. Leider kommt die Vorspeise nur ein paar Minuten vor den Hauptspeisen, aber das ist der einzige Kritikpunkt den wir bei dem Essen finden können.

Usma_essen
Das Essen ist reichlich und sehr lecker

Samstag, 11.08.2018

Zuerst gibt es Frühstück in der trockenen und schattigen Hütte auf dem Platz. Hier nisten sich auch Schwalben ein und wir haben das Glück die jungen Schwalben zu sehen. Danach geht es weiter nach Ventspils, der Hafenstadt von Lettland. Wir laufen am Ufer entlang und hier sieht man große Schiffe die entladen und beladen werden, sowie Kreuzfahrtschiffe die hier einen Halt einlegen.

Ventspils_Hafen
Hafen in Ventspils

Hier gibt es auch wieder einen Markt und eine Markthalle wo wir wieder einkaufen. Die Pfifferlinge sind sehr preiswert und wahrscheinlich aufgrund von C*** wird unsere Tüte nach dem Wiegen weiter mit frischen Pfifferlingen aufgefüllt. Danach geht es weiter nach Kuldiga. Die Altstadt ist wunderschön und wir laufen zu den breitesten „Wasserfällen“ von Europa.

Kuldiga_Wasserfall
Der breiteste „Wasserfall“ von Europa in Kuldiga

Viele Touristen laufen Barfuß über die Fälle. Wir entscheiden uns diesen bei einem Bier einer Sprite und einer Portion Pommes von oben zu betrachten.

Kuldiga_Rhabarber
Trotz der Pommes und der reichlichen Mahlzeit am Vortag bedient sich Katharina am wilden Rhabarber

Anschließend‚ fahren wir zu dem Zeltplatz in „Nabite Kempings“ in Padure und kochen die leckeren Zutaten die wir in Ventspils gesammelt haben. Der Zeltplatz ist wunderschön am See gelegen und es gibt viele Hütten.

Padure_camping
Nabite Kemping in Padure

Da das Wetter relativ schlecht ist oder vielleicht auch weil der Campingplatz etwas ausserhalb von interessanten Orten ist sind wir die einzigen mit einem Campingwagen. Vom Wetter unberührt verhalten sich allerdings die Letten. Hier wird Fußball gespielt und gegrillt und auch der See wird genutzt und der Regen wird weitestgehend ignoriert. Wir kochen auch noch gemütlich bevor wir müde im Hotel California einkehren.

Padure_sonne
Sonnenuntergang am Nabite Campingplatz

 

Impressionen Kuldiga

kuld1
Zeitreise von der Altstadt…
kuld2
… in die Neustadt
kuld3
Auch Bart Simpson ist Dauergast hier

 

 

 

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Ein Kommentar zu „Von Sonnentau und Wasserfällen

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