Ab in den Süden nach Pärnu

Donnerstag, 02.08.2018

Direkt nach dem Aufstehen versuchen wir alle Wäscheleinen in Richtung Sonne auszurichten, bzw. die Wäsche so umzuhängen, dass alles trocken wird bevor wir gehen. Da auf unserem Campingbereich viele Bäume stehen ist dies natürlich ein Unterfangen bei dem man alle 10 Minuten alles ändern kann. Die Camper um uns rum scheint unsere Aktion zu unterhalten. Um 10:30 Uhr gehts dann endlich los. Alles ist verstaut und die Wäsche ist bis auf ein Shirt und ein Handtuch komplett trocken geworden! Unsere Taktik ist also aufgegangen. Weiter geht es zur Burg in Kuressaare. Die Mauern dieser Festung sind erstaunlich breit und erinnern eher an einen Tunnel.

mauer
Dicke Mauer

Des Weiteren geben Katharina und C*** ein spontanes Konzert auf der öffentlichen Bühne, von denen es in Estland fast ein jedem Ort mehrere gibt.

Performance_Rinie
Katharina und C*** auf der Bühne in Kuresaare. „Eskalation der Liebe“ performt zum ersten Mal ihren Hit, das Heavysaurus-Cover „Katakombie Zombie“!

Danach geht es zum Meteoriteneinschlag in Kali. Wir machen ein paar Fotos und ziehen weiter. Es ist 11:30 Uhr und es hat mindestens 30 Grad!

Kratermimimi.jpg
Der Kali Krater

Als nächstes geht es zur Fähre und wir fahren zurück nach Virtsu. Von dort geht es direkt nach Pärnu, der Sommerhauptstadt der Esten mit vielen Sandstränden. Unser Campingplatz (Campingplatz Konse) ist in der Nähe der Innenstadt. Dank C*** bekommen wir einen schattigen Platz und haben direkt an unserem Stellplatz zum zweiten Mal (das erst Mal war am Stellplatz in Hamburg) Internet (dies verringert auch (ganz bestimmt) den Rückstand an aktuellen Blogbeiträgen zu unserer Reise). Nachdem wir uns ausgebreitet haben und C*** genug krabbeln üben konnte geht es in die Altstadt. Der Weg führt direkt am Meer entlang und fast vergessen wir in die Innenstadt abzubiegen. Wir essen in der Innenstadt und laufen danach entspannt und satt nach Hause.

pernü
Innenstadt von Pärnu. Auch hier gibt es viele Holzhäuser und ganz viele Restaurants

Freitag, 03.08.2018

Diesmal weckt uns nicht C***, sondern ein Rudel von Krähen, die meinten um 6:30 Uhr eine Versammlung über yunserem (C*** wollte auch mal tippen) Fahrzeug abzuhalten. Notgedrungen stehen wir auf und Martin geht noch (wie immer) etwas schwimmen.

pernü_wetterstein
Bevor wir losfahren schauen wir uns natürlich die Wetterprognose an der Wikinger Wetterstation nach. Diese gibt es hier in Estland überall.

Um 10:06 Uhr sind wir abfahrbereit (und das mit Frühstück, Duschen, Packen und alles ohne Hektik) und es geht zu den Sandstränden von Pernü. Die Strände sind toll anzusehen allerdings ist heute kein Sonnen am Strand vorgesehen und daher fahren wir weiter.

pernü
Der Strand von Pernü lockt mit Beachvolleyballfeldern, Bars und traumhaften Sandstrand. Da erst 10:30 ist, hält sich der Trubel in Grenzen.

Danach geht es weiter in den Osten von Estland. Wir möchten zur Universitätsstadt Tartu. Davor geht es allerdings zur Stadt Viljandi. Leider können wir diese Stadt uns nicht zu Fuß anschauen, da es gerade in dem Moment wo wir loswollen zu regnen anfängt. Dadurch besichtigen wir die Stadt notgedrungen etwas mit dem Auto. Die Stadt ist schön und gerne hätten wir in diesem schönen Ort noch mehr Zeit verbracht. Das nächste Ziel ist Tartu. Wir finden einen Parkplatz direkt in der Nähe der Universität. Aufgrund der Urlaubssaison (die Esten meiden im Sommer die Städte und gehen in die Natur) ist die Suche nach Parkplätzen sehr einfach. Wir laufen etwas durch die Stadt und gehen anschließend günstig und gut Pizza essen im Restoran Taverna direkt am Rathausplatz. Danach geht es noch auf den Domberg (der Fußgängerweg ist etwas steil mit dem Kinderwagen, einfacher ist es über die Straße zu gehen). Dort gibt es auch die Engelsbrücke auf der man einen Wunsch frei hat wenn man diese zum ersten mal überquert.

Engelsbrücke
Martin und C*** spazieren über die Engelsbrücke. Die Wünsche von beiden bleiben natürlich geheim 🙂

Anschließend geht es zurück zum Auto und wir fahren zu unserem Zeltplatz Kassioru Puhkemaja. Dieser ist mitten im „Nirgendwo“ und etwas versteckt (auch der Weg dorthin führt über Schotterpiste wenn man nach der Navigationssoftware von VW fährt, Google scheint da bessere Routen zu kennen). Bis man dort ist merkt man nicht, dass sich an diesem Ort ein Campingplatz befindet. Es gibt geschätzt um die 10 bis maximal 20 Stellplätze und der Besitzer begrüßt einem direkt bei der Ankunft.

Kassioru_Bus.jpeg
Unser Stellplatz am Campingplatz Kassioru Puhkemaja

Der Platz ist direkt an einem Fluss gelegen. Wir haben ein nettes und langes Gespräch mit dem Besitzer der uns über den Namen den Ortes aufklärt: Kassioru bedeutet Katzental. Dies führt auf eine Sage zurück, die sagt, dass früher herrenlose Katzen hierhergebracht wurden, damit diese ein besseres Leben habe. Das bessere Leben wurde dadurch ermöglicht, dass in diesem Ort die größte Mühle von Estland stand und man in eine Mühle natürlich glücklich ist wenn es keine Mäuse gibt.

Kassioru_Mühle.jpg
Mühle am Fluss die Namensgeber dieses Ortes ist

Der Campingplatz möchten wir besonders empfehlen: er ist gemütlich klein, man ist ziemlich ablegen und kann hier sehr schön entspannen. Direkt am Platz ist ein Fluss auf dem man auch Kanu/Kayak fahren kann, welche man hier auch mieten kann. Die Schattenseite eines Flusses sind natürlich die Stechmücken die hier auch auf eine leckere Mahlzeit hoffen. Der Platz hat uns sehr gut gefallen und die ganze Atmosphäre war sehr familiär. Wir sind Abends auch noch zur Mühle gelaufen und haben dort eine Katze getroffen, die auch gleich mit Martin und Katharina geschmust hat. C*** hat diese begeistert angeschaut.

Kassioru_Katze_Katharina
Die Katze an der Mühle sucht Kuscheleinheiten. Leider hat Katharina etwas Angst die Katze zu streicheln (wegen Zecken 😂)

Zurück am Zeltplatz haben wir auch die Katze vom Campingplatzbesitzer getroffen und C*** hat zum ersten mal eine Katze „gestreichelt“. Die Katze war sehr gutmütig und hat auch nicht versucht zu kratzen als C*** sie am Fell etwas kräftiger „gestreichelt“ hat.

Kassioru_Katze_C
Ist das noch Streicheln oder schon Ziehen? Die Katze nimmt es gelassen und freut sich über die Zuneigung von C***

Impressionen Pernü

Pernü_Katzen.jpg
Katzengraffiti
Pernü_Landschaft
Die Naturlandschaft wird oft durch alte Industrieanlagen „ergänzt“
Pernü_Stadt.jpg
Wir flanieren durch die Innenstadt und C*** beobachtet die anderen Passanten
Pernü_Graffiti
Weitere Graffitis an einem Gebäude in Tartu

 

Impressionen Tartu

Tartu_Markthalle
Eingang zur Markthalle von Tartu. Im Vergleich zur Markthalle von Tallinn ist diese etwas enttäuschend, aber vielleicht liegt es auch daran dass wir dort nachmittags und an einem Wochentag vorbeischauen
Tartu_Rathausplatz.jpg
Rathausplatz von Tartu

 

Impressionen vom Campingplatz in Kassioru

Kassioru_Mühle.jpg
Blick auf die alte Mühle vom Campingplatz. Die Mühle war damals die größte Mühle Estlands.
Kassioru_Essen_WC_Haus.jpg
Hütte mit Tischen und Bänken und Waschhaus mit großen Aufenthaltsbereich und scheinbar auch mietbaren Zimmer im oberen Bereich
Kassioru_Boot.jpg
Fluss am Campingplatz

Kassioru_bloggercat
Dieser Blogpost wurde Ihnen präsentiert mit freundlicher Unterstützung von der Katze in Kassioru 😎

Advertisements

2 Kommentare zu „Ab in den Süden nach Pärnu

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s