Stromversorgung

Unser California hat keine externe Stromversorgung. Da wir planen auch mal 2-3 Tage auf einem Campingplatz zu bleiben, muss man sich auch mit dem Thema Strom beschäftigen. Uns wurde schnell klar, dass wir gerne eine Lösung mit Solarzellen hätten. Nach Recherchen in Foren und Facebook Gruppen haben wir uns für eine Solartasche entschieden. Die Vorteile sind, dass man bei der Taschenlösung das Solarpanel so ausrichten kann, dass es in der Sonne liegen. Weiterhin kann man es auch in die Frontscheibe im Bus legen, falls man sie z.B. bei Abwesenheit benutzten will. Ein weitere Vorteil ist, dass man am VW Bus nichts veränden muss. Und im Vergleich zu Solarkoffern sind die Solartaschen richtig schmal und kleiner.

Wir haben uns für eine 120W Variante entschieden. Wie gut und ob diese Solartasche während unserer Tour funktioniert werden wir hier noch ergänzen. Als erstes geht es natürlich darum das Solarkabel an die Zweitbatterie zu befestigen. Man könnte das Solarpanel auch über den 12V Anschluss anschliessen, allerdings wird davon abgeraten. Zum Glück ist auch ein Kabel mit SAE Anschluss dabei, welches man an die Batterie anschließen kann.

Mehrere Recherchen haben ergeben, dass man an die Zweitbatterie unter dem Fahrersitz nur sehr schwer dran kommt. Angeblich muss man den Sitz ganz nach vorne schieben. Anschließend kann man die Plastikabdeckung am unteren Sitz entfernen und sieht den schwarzen Gummiüberzug der Batterie. Wie man diesen in diesem Zustand entfernen soll bleibt mir ein Rätsel. Mehrere Versuche führen dazu dass ich an eine scharfe Innenkante vom Sitz komme und mir den Finger aufschneide.

Die einfachere und auch gesündere Möglichkeit an die Batterie zu gelangen ist einfach die 4 Schrauben abzuschreiben, die die Schiene des Sitzes befestigen (geht mit einer 13er Nuss). Danach kann man den Sitz vorsichtig nach vorne (Richtung Lenkrad) lehnen (vorsichtig, weil Kabel z.B. Sitzheizung an den Sitz angeschlossen sind) und kann viel einfacher den Batterieschutz entfernen, und das Batterie-SAE Kabel an die Batterie verbinden (man nehme die Schrauben die näher am Lenkrad sind und an denen auch die Board Elektronik angeschlossen ist nicht die anderen!).

batterie_sae
Batterie mit angeschlossenem SAE Kabel

Entgegen dem Foto habe ich das Kabel in Richtung Lenkrad gelegt. Danach kann der Batterieschutz wieder aufgesetzt werden und der Sitz wieder festgeschraubt werden.

Jetzt kann endlich die Solaranlage getestet werden. Dazu habe ich ein Batterietestgerät angeschlossen (alle 12V Anschlüsse hinter dem Fahrer und Beifahrersitz sind an der Zweitbatterie angeschlossen). Anschließend wird (laut Anleitung) zuerst der Laderegler angeschlossen, bevor das Solarpanel angeschlossen wird.

solarkoffer
Solarkoffer ausgeklappt und in „Aktion“

Der Solarregler blinkt grün (und orange) und laut Anleitung scheint das korrekt zu sein. Auch gibt es eine leichte Erhöhung der Spannung der Batterie. Also scheint alles zu funktionieren obwohl es nicht sehr sonnig ist. Ich freue mich schon Updates zu geben, wenn das Panel im Einsatz ist!

Update (22.06.2018):

Heute kam das Panel endlich zum ersten Mal zum Einsatz. Da die Kühltruhe die Zweitbatterie wohl ziemlich entladen hatte (hat rot geblinkt und nicht mehr gekühlt) haben wir, da gutes Wetter war einfach schnell das Panel aufgebaut und zur Sonne ausgerichtet. Innerhalb von wenigen Minuten hat die Kühltruhe wieder normal gekühlt! Wir sind begeistert und denken, dass das Panel die richtige Entscheidung war um relativ autark und ohne Extrastromversorgung zu reisen.

solarpanel_hockenheim

Update (01.12.2018)

Nachdem wir das Solarpanel auf unsere beiden großen Touren (Baltikum & Polen, Schweiz, Italien & Frankreich) dabei hatten, können wir jetzt nochmal etwas zu unserer Erfahrung bzgl. des Solarpanels erzählen.

Auf der ersten Tour (Baltikum & Polen) haben wir nie externen Strom verwendet und wären wohl auch mit der Batterie ausgekommen. Knapp wurde es nur aufgrund der Nutzung des Stabmixers den wir benutzt haben um C*** Brei zuzubereiten. Da kam es teilweise vor, dass die Batterie relativ leergesaugt wurde. Allerdings wurde das Problem behoben, wenn wir dann das Solarpanel angeschlossen haben. Gegen Ende der Reise sind wir allerdings oft (falls vorhanden) in die Küche/Bad und haben dort schnell das Essen püriert. Meist war es kein Problem ohne Solarpanel unsere Smartphones täglich zu laden und auch unsere Laptop mit Strom zu versorgen. Dennoch war ich froh, dass ich wusste, im Notfall mit dem Panel genug Strom erzeugen zu können.

Auf unserer zweiten Tour haben wir das Panel gar nicht im Einsatz gehabt. Zum einen weil wir eh meist nur einen Tag gecampt haben und auch weil der Laptop viel seltener zum Einsatz kam. Püriert haben wir auf der zweiten Tour ausschließlich in der Küche/Bad. Zum anderen haben wir zu dem Zeitpunkt auch angefangen C*** das Essen unpüriert zu geben.

Ich denke wenn man mehr elektrische Geräte dabei hat und auch mal plant wild zu campen, dann macht ein Solarpanel Sinn. In unserem Fall war es ein nettes Zubehör, aber eigentlich nicht zwingend notwendig und hat eher Platz weggenommen. Zuhause lassen würde ich es dennoch nicht, da es für den Notfall praktisch sein kann.

Falls ihr immer noch überlegt ein Solarpanel zu kaufen kann ich eher eine andere Kaufempfehlung geben: eine leistungsfähige Akkubank. Auch eine solche hatten wir dabei. Im Notfall kann man mit dieser ein Auto/Bus starten als auch sein Handy und Laptop problemlos laden!

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